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Warum wir die Peak season lieben

Themen: Automatisierte Warenhäuser Digitale Logistik

Viele Unternehmen verbinden die Peak Season in der Logistik vor allem mit Druck. Die Auftragsvolumina steigen sprunghaft, Kampagnen verändern die Nachfrage über Nacht, Produktlaunches sorgen für zusätzliche Unwägbarkeiten. Gleichzeitig sind die Erwartungen der Kunden so hoch wie kaum zu einer anderen Zeit.

Für uns bedeutet Peak Season etwas anderes. Wir lieben die Peak Season. Nicht, weil sie einfach wäre - das ist sie nicht. Sondern weil in dieser Zeit alles zusammenkommt, worauf wir uns vorbereitet haben. Dann zeigt sich, wie gut Expertise, Planung, Automatisierung und operative Exzellenz zusammenspielen. Und es wird sichtbar, welchen Wert eine resiliente Supply Chain tatsächlich hat.

Für genau diese Komplexität haben wir unsere Lösungen entwickelt. Ob globaler Produktlaunch, Black-Friday-Kampagne, Start einer saisonalen Kollektion oder unerwarteter Nachfrageschub: Die Peak Season bringt genau die Herausforderungen mit sich, an denen sich exzellente Supply-Chain-Organisationen beweisen.

Deshalb sehen wir die Peak Season nicht als eine Phase, die es irgendwie zu überstehen gilt. Wir bereiten uns darauf vor, setzen unsere Pläne um und genießen genau diese Herausforderung. Denn die Peak Season ist unsere Gelegenheit zu zeigen, was Supply Chain Excellence wirklich bedeutet. Und die wichtigste Erkenntnis dabei lautet: Der Erfolg in der Peak Season wird lange vor dem Eingang der ersten Bestellung erarbeitet.

Unterschiedliche Peaks. Unter­schiedliche Branchen. Eine gemeinsame Herausforderung.

Aus allgemeiner 3PL-Perspektive wird die Peak Season häufig als das eine große Ereignis gegen Ende des Jahres betrachtet, das besondere Aufmerksamkeit erfordert. Tatsächlich aber sehen Peaks in jeder Branche anders aus. Bei Technologiemarken kann die Nachfrage nach einem Produktlaunch oder durch Aktionen rund um Black Friday und Cyber Week innerhalb kürzester Zeit sprunghaft steigen. Beauty-Marken erleben ihre größten Peaks rund um die Geschenkesaison im November und Dezember. Fashion-Marken wiederum müssen über das gesamte Jahr hinweg verschiedene saisonale Kollektionen, Herausforderungen bei der Bestandsallokation und Retourenströme nach besonders nachfragestarken Einkaufsphasen bewältigen.

Die Auslöser unterscheiden sich, die Herausforderung bleibt dieselbe: Wie lassen sich Kapazitäten schnell skalieren, Servicequalität und Bestandsgenauigkeit sichern und Bestellungen auch dann zuverlässig und fehlerfrei abwickeln, wenn die Komplexität ihren Höhepunkt erreicht?
Genau hier zeigt sich, was resiliente Supply Chains auszeichnet und wie sie herausragende Kundenerlebnisse ermöglichen.

Consumer Electronics: Wenn der Launch-Tag alles verändert

Für Marken aus dem Bereich Consumer Electronics zeigt sich Spitzenleistung häufig bei erfolgreichen Produktlaunches. Innerhalb weniger Stunden kann die Nachfrage die Prognosen übertreffen. Konsumenten erwarten sofortige Verfügbarkeit und eine reibungslose Liefererfahrung. Die Operations müssen deshalb in der Lage sein, kurzfristig hochzuskalieren, ohne Abstriche bei Geschwindigkeit oder Genauigkeit zu machen.

Beim Launch neuer Produkte für WHOOP haben wir erlebt, wie schnell die Nachfrage an Fahrt aufnehmen kann.

„Launch-getriebene Geschäftsmodelle bewegen sich in einem Umfeld, in dem die Nachfrage innerhalb weniger Stunden die Erwartungen übertreffen kann. Der Erfolg hängt von den Entscheidungen und Vorbereitungen ab, die Monate vor Eingang der ersten Bestellung getroffen werden. Sobald der Launch beginnt, geht es nur noch um die Umsetzung. Und genau das lieben wir“, erklärt Mitat Aydindag, President Tech bei Arvato.

  • Für Technologiemarken besteht die Herausforderung nicht einfach darin, große Volumina zu bewältigen, sondern auf das Unbekannte vorbereitet zu sein.

    Mitat Aydindag President Tech bei Arvato

Beauty & Luxury: Wenn Konsumenten Perfektion erwarten

In Beauty & Luxury konzentrieren sich die größten Peaks häufig auf wenige entscheidende Wochen. Die Geschenkesaison, Promotion-Aktionen und Produktkampagnen können die Nachfrage erheblich steigern. Dabei geht es nicht nur darum, höhere Volumina zu bewältigen. Gleichzeitig müssen Tausende von SKUs gemanagt, die Produktverfügbarkeit sichergestellt und das Premium-Erlebnis gewährleistet werden, das Konsumenten gerade während der umsatzstärksten Einkaufsphasen des Jahres erwarten.

Bei Douglas stiegen die Peak-Season-Volumina 2025 in den beiden wichtigsten Monaten gegen Jahresende durchschnittlich um mehr als 2,5-fache im Vergleich zum Normalgeschäft. Hinzu kommt, dass wir von September bis November eine deutlich höhere Warenmenge an die Filialen versenden. Dieser B2B-Peak geht nahtlos in die geschäftigsten Wochen des B2C-Geschäfts über.

Doch das Volumen allein macht nur einen Teil der Herausforderung aus. Tausende SKUs, Promotions, Geschenksets und die Erwartungen der Kunden an eine schnelle und fehlerfreie Lieferung erhöhen die Komplexität zusätzlich. Um solche Peaks erfolgreich zu bewältigen, braucht es präzise Prognosen, skalierbare Prozesse, flexible Personalmodelle sowie ein hybrides Setup aus hochautomatisierten Fulfillment-Prozessen und einem flexiblen, erfahrenen Team.

„Kunden senken ihre Erwartungen während der Peak Season nicht. Im Gegenteil: Sie erwarten sogar noch mehr. Auch bei deutlich höheren Volumina einen Premium-Service zu bieten und gleichzeitig sicherzustellen, dass die richtigen Produkte genau dann verfügbar sind, wenn die Kunden sie erwarten, ist nur möglich, weil die Vorbereitung lange vor dem Black Friday beginnt“, sagt Julia Börs, President Beauty & Luxury bei Arvato. 

  • Der Kunde sieht nur die finale Lieferung. Was er nicht sieht, sind die Monate der Vorbereitung hinter jeder erfolgreich ausgeführten Bestellung.

    Julia Börs President Beauty & Luxury bei Arvato

Fashion: Kollektionen, Bestände und Retouren im Zusammenspiel

Fashion folgt einem anderen Rhythmus. Saisonale Kollektionen, Promotion-Aktionen, Wetterveränderungen und ein sich wandelndes Konsumentenverhalten beeinflussen die Nachfrage über das gesamte Jahr hinweg. Peaks beschränken sich daher nur selten auf ein einzelnes Ereignis. Entscheidend ist vielmehr, Flexibilität und Effizienz auch bei großen Volumina miteinander zu verbinden.

Für globale Fashion-Marken müssen sich Supply Chains kontinuierlich an eine veränderte Nachfrage anpassen können, ohne Abstriche beim Servicelevel zu machen.

„Erfolgreiches Peak-Management beginnt lange, bevor die Nachfrage das Lager erreicht. In den Peak-Zeiten unserer Kunden können die Volumina auf etwa das Siebenfache des Normalvolumens steigen, häufig gefolgt von erheblichen Retourenmengen nach den geschäftigsten Wochen der Saison. Bestandsverfügbarkeit und Servicelevel über diese Phasen hinweg sicherzustellen, ist nicht das Ergebnis schnellerer Reaktionen. Es ist das Ergebnis besserer Planung und schneller Umsetzung“, erklärt Lidia Ratajczak-Kluck, President Large Scale Fashion bei Arvato.

  • Fashion-Marken müssen in der Lage sein, schnell auf sich verändernde Marktdynamiken zu reagieren und gleichzeitig die operative Stabilität aufrechtzuerhalten.

    Lidia Ratajczak-Kluck President Large Scale Fashion bei Arvato

Die Peak Season wird entschieden, bevor sie beginnt

Viele Unternehmen erleben die Peak Season als Stresstest. Wir sehen sie anders: Die Peak Season ist der Lohn für gute Vorbereitung.

Ob ein Technologie-Launch plötzlich eine hohe Nachfrage auslöst, eine Beauty-Kampagne für einen sprunghaften Anstieg der Bestellungen sorgt oder eine Fashion-Kollektion ein sorgfältiges Bestandsmanagement über verschiedene Kanäle hinweg erfordert, das Prinzip bleibt dasselbe: Die Unternehmen, die während ihrer Peaks am besten performen, sind diejenigen, die lange vor Beginn der eigentlichen Hochphase mit der Vorbereitung begonnen haben.

In den Monaten vor einem Launch, einer Kampagne oder einem saisonalen Peak wird die Grundlage für den späteren Erfolg gelegt. Prognosen werden validiert, Kapazitätspläne finalisiert, Automatisierungssysteme getestet, Notfallpläne entwickelt, Teams geschult und aufeinander abgestimmt sowie Fallback-Szenarien getestet und überprüft.

Wenn die Peak Season schließlich beginnt, sollte sich die operative Umsetzung nicht wie Krisenmanagement anfühlen. Vielmehr sollte sie einer gut geprobten und orchestrierten Aufführung gleichen, bei der jeder im Orchester genau weiß, was wann zu tun ist. Operative Exzellenz entsteht nicht während der Peak Season. In der Peak Season wird sie sichtbar.

Der ultimative Beweis für Supply Chain Excellence

Die Peak Season bleibt eine der anspruchsvollsten Bewährungsproben für jede Supply-Chain-Organisation. Gleichzeitig ist sie einer der deutlichsten Indikatoren für Resilienz. Wenn Technologie-Launches die Erwartungen übertreffen, Beauty-Kampagnen Rekordvolumina erzeugen oder Fashion-Marken saisonale Komplexität über verschiedene Kanäle hinweg bewältigen müssen, sind diejenigen Unternehmen erfolgreich, die sich auf Komplexität vorbereitet haben, anstatt zu versuchen, sie zu vermeiden. Genau deshalb ist die Peak Season unsere liebste Zeit des Jahres. Hier wird aus Planung Performance. Hier ist Expertise besonders gefragt. Und hier wird die Fähigkeit, Komplexität zu beherrschen, zum Wettbewerbsvorteil. Die Peak Season ist nichts, was wir einfach nur überstehen. Wir bereiten uns darauf vor, setzen unsere Pläne um und nehmen die Herausforderung an – weil wir sie lieben.