
Logistikautomatisierung mit Wirkung: Wie Arvato durch KI und Robotik echte operative Mehrwerte schafft
Aufbau skalierbarer und widerstandsfähiger Lieferketten mit Automatisierung, Robotik und KI
Schwankende Nachfrage, steigende Erwartungen der Endkunden, anhaltender Arbeitskräftemangel und geopolitische Krisen setzen die globalen Lieferketten unter Druck. Schnelligkeit, Belastbarkeit und Transparenz sind zu grundlegenden Anforderungen geworden.
Für Unternehmen bedeutet dies, dass Operational Excellence ein direkter Treiber für Wachstum, Kundentreue und Wettbewerbsfähigkeit geworden ist. Genau an dieser Stelle setzt Arvato an. Wir setzen Automatisierung, Robotik und künstliche Intelligenz (KI) in der Logistik gezielt ein, um skalierbare und widerstandsfähige Lieferketten aufzubauen. Unser Fokus liegt dabei nicht auf dem isolierten Einsatz von Technologie, sondern auf der Orchestrierung von Lösungen über den gesamten Betrieb hinweg, um messbaren Mehrwert für Kunden zu schaffen.
Automatisierung als Antwort auf volatile Märkte
Die Marktdynamik hat sich grundlegend verändert. Die Volumina schwanken stärker, die Nachfragespitzen sind extremer, und die Endkunden erwarten ein Höchstmaß an Geschwindigkeit bei gleichzeitiger Genauigkeit in Service und Lieferung. Diese Anforderungen können mit traditionellen, rein manuellen Prozessen nicht mehr erfüllt werden. Automatisierung ist unabdingbar geworden, um Skalierbarkeit, Servicelevel und Kosteneffizienz zu gewährleisten. Ein wichtiges Beispiel sind die Ware-zur-Person-Systeme, die Laufwege verkürzen und gleichzeitig die Prozessgeschwindigkeit erhöhen.
"Die Mitarbeiter müssen nicht mehr jeden Tag mehrere Kilometer durch das Lager laufen. Die Ware kommt zu ihnen", erklärt Philipp Rücker. "Das entlastet die Teams und verkürzt gleichzeitig die Durchlaufzeiten, gerade im E-Commerce." Für unsere Kunden bedeutet das: schnellere Auftragsdurchlaufzeiten, stabilere Prozesse und mehr Planungssicherheit.
Robotik wird operativ skalierbar
Während die Automatisierung bereits weit fortgeschritten ist, steht die Logistikrobotik nun an einem Wendepunkt. Fortschritte in den Bereichen KI und Bildverarbeitung ermöglichen den Einsatz von Robotern in hochvariablen Logistikumgebungen. Anders als in Branchen wie der Automobilindustrie, wo Roboter seit langem in stabilen, sich wiederholenden Prozessen eingesetzt werden, ist die Logistik durch ständige Variabilität gekennzeichnet. Produkte unterscheiden sich in Größe, Form und Material, und Prozesse ändern sich ständig, beispielsweise saisonbedingt im Bereich der Mode-Logistik.
"Erst KI ermöglicht es Robotern, diese Komplexität zu bewältigen", sagt Philipp Rücker. Entscheidend ist nicht der einzelne Roboter, sondern die Fähigkeit, Lösungen zuverlässig im realen Betrieb einzusetzen und schnell zu skalieren.

Durchgängige Automatisierung: Leistung über die gesamte Lieferkette
Arvato setzt auf End-to-End-Automatisierung und orchestriert ganze Wertströme statt einzelner Schritte.
In der Inbound-Logistik entladen Roboter Container, scannen Waren und übergeben sie an automatisierte Fördersysteme. Am Ende des Prozesses wird auch die Palettierung automatisiert, während autonome mobile Roboter den Transport innerhalb des Lagers übernehmen. Das Ergebnis sind gleichbleibend stabile Prozesse, kürzere Durchlaufzeiten und eine deutliche Entlastung der Mitarbeiter, insbesondere bei monotonen und körperlich anstrengenden Tätigkeiten.
Ähnliche Vorteile gelten für die Kommissionierung. Moderne robotergestützte Lagerlösungen erreichen bereits heute eine mit menschlichen Mitarbeitern vergleichbare Produktivität und sichern eine gleichbleibende Qualität. "Wiederkehrende Aufgaben können sehr effektiv automatisiert werden. Das reduziert die Fehlerquote und schafft gleichzeitig mehr Freiraum für unsere Mitarbeiter", erklärt Philipp Rücker. Für die Kunden bedeutet dies eine höhere Prozessstabilität, geringere Kosten durch weniger Fehler und eine bessere Skalierbarkeit in Spitzenzeiten.
Komplexität managen: KI macht den Unterschied
Mit der zunehmenden Automatisierung steigt auch die Komplexität. Die Herausforderung besteht darin, unterschiedliche Automatisierungslösungen zu verbinden. Arvato begegnet dieser Komplexität mit einer integrierten Steuerung aller Systeme. "Mit unserem Warehouse Control System vernetzen wir nahezu alle Technologien im Lager und steuern sie zentral", erklärt Philipp Rücker. "Das gibt uns Transparenz über alle Prozesse und ermöglicht es uns, schneller auf Veränderungen zu reagieren.
Das Ziel ist eine vollständig orchestrierte Systemlandschaft, in der Automatisierung, Robotik, KI und Menschen nahtlos zusammenarbeiten. In diesem Kontext entfaltet KI ihre größte Wirkung. Sie vernetzt Systeme, analysiert große Datenmengen und ermöglicht eine dynamische Prozesssteuerung. Das verbessert die Planung, den Ressourceneinsatz und die Qualitätssicherung. In der Praxis führt das zu messbaren Ergebnissen. An unserem automatisierten Logistikstandort in Hamm zum Beispiel wird der Inhalt jedes Pakets vor dem Versand automatisch per Kamera überprüft und in Echtzeit mit den Auftragsdaten abgeglichen. Dadurch werden Fehlerquoten nahezu eliminiert, was sich direkt auf die Kundenzufriedenheit und die Retourenquote auswirkt.
Der Einsatz digitaler Zwillinge, also virtueller Nachbildungen unserer Lager, ermöglicht es zudem, Änderungen an den Lagerstrukturen vor der Umsetzung zu testen. Das spart Zeit und Geld. Verbesserungsmöglichkeiten lassen sich frühzeitig erkennen und Anpassungen können ohne Risiko vorgenommen werden. Für unsere Kunden bedeutet das: weniger Schnittstellen, mehr Transparenz und eine Lieferkette, die auch unter dynamischen Bedingungen leistungsfähig bleibt.
Ein entscheidender Erfolgsfaktor ist die Fähigkeit, Lösungen nicht nur zu testen und selektiv einzusetzen, sondern sie auch weltweit einzuführen. Anstelle von isolierten Einzellösungen setzt Arvato auf standardisierte, skalierbare Implementierungsmodelle. Partnerschaften mit ausgewählten Automatisierungspartnern in den Bereichen Robotik und „Goods-to-Person“ helfen uns dabei, unsere Automatisierungslösungen einzuführen und eine schnelle Implementierung mit unserem hauseigenen Lagerverwaltungssystem sicherzustellen.
Die Wirtschaftlichkeit der Automatisierung in der Logistik
Gleichzeitig hat sich die Wirtschaftlichkeit der Automatisierung grundlegend verändert. Standardisierte, modulare Automatisierungslösungen treten zunehmend an die Stelle komplexer Einzelprojekte. Dies verkürzt die Implementierungszeiten und senkt das Investitionsrisiko. Für Unternehmen bedeutet dies eine schnellere Wertschöpfung, niedrigere Einstiegshürden und eine größere Flexibilität bei veränderten Anforderungen.
Eines ist klar: Nicht jeder Prozess lässt sich wirtschaftlich automatisieren. Einzelne Mehrwertdienste oder hochkomplexe manuelle Aufgaben werden weiterhin in menschlicher Hand liegen. Arvato setzt daher auf hybride Logistikmodelle, die menschliches Know-how mit Automatisierung kombinieren. Diese Balance sorgt für Effizienz und die in volatilen Märkten notwendige Flexibilität.
Schlussfolgerung: Orchestrierung als Schlüssel zum Wettbewerbsvorteil
Die Zukunft der Logistik wird nicht von einzelnen Technologien geprägt sein, sondern davon, wie gut sie über den gesamten Betrieb hinweg orchestriert werden.
Arvato entwickelt und betreibt Systeme, in denen Automatisierung, Robotik und KI nahtlos zusammenarbeiten. Unsere Aufgabe ist es, Technologien, Prozesse und Menschen so zu orchestrieren, dass sie eine konsistente Leistung erbringen. Das Ziel ist klar: Wir wollen Lieferketten schaffen, die nicht nur effizient, sondern auch belastbar, skalierbar und wettbewerbsfähig sind.
Wie Philipp Rücker es ausdrückt: "Automatisierung und Robotik sind kein Selbstzweck, sondern ein strategisches Instrument. Es geht nicht darum, so viel wie möglich zu automatisieren, sondern darum, die beste Lösung für unsere Kunden zu entwickeln und einen echten Wettbewerbsvorteil zu schaffen."










